Essverhalten: eine dramatische Entwicklung

 

Heute bin ich auf eine Studie aus den USA gestoßen, die einen Trend wiederspiegelt, den ich auch hierzulande immer häufiger wahrnehme. Unsere traditionellen drei Hauptmahlzeiten – Frühstück, Mittag- und Abendessen – gehören zunehmend der Vergangenheit an.

studieGegessen wird häufig von morgens bis spätabends. Wissenschaftler des Salk Institute for Biological Studies in San Diego (Kalifornien) führten eine Studie durch, bei der 150 Freiwillige per Handy-App ihr Essverhalten dokumentierten. Über drei Wochen fotografierten die Studienteilnehmer ihre Mahlzeiten und Snacks. Zusätzlich wurden zeitliche und örtliche Angaben der Ernährungsdaten gesammelt. Durch die Foto-App konnte der tatsächliche Konsum und das Ernährungsverhalten aufgezeichnet werden. Die Ergebnisse sprechen für sich:

  • Über 50 % der Teilnehmer aßen sehr unregelmäßig und über die Wachphase (mehr als 15 Stunden) hinweg
  • Von der Kalorienmenge wurden bis Mittag weniger als 25 % gegessen, nach 18 Uhr dafür mehr als 35 %
  • Gegessen wurde am Klavier, im Bett, auf der Fernsehcouch und beim Tanken

Interessant fand ich auch den zusätzlichen Versuch an acht überwichtigen Teilnehmern. Die Wissenschaftler machten ihnen das Angebot, über 16 Wochen hinweg ihre Essenszeiten auf zehn bis elf Stunden einzugrenzen – ohne weitere Beschränkungen. Erstaunliches Ergebnis: nach 16 Wochen verloren die übergewichtigen Teilnehmer im Schnitt 3,5 % des Gewichts und berichteten über einen besseren Schlaf.

Nicht schlussfolgern sollte man jetzt, dass lediglich eine Änderung der Essenszeiten zu einem Gewichtsverlust und einer besseren Gesundheit führen. Diese Studie zeigt uns aber, dass es neben der richtigen Lebensmittelauswahl und Kalorienmenge eine wesentliche Rolle spielen könnten.

Bleibt also der Tradition treu und achtet auf regelmäßige Mahlzeiten. Das altbewährte Sprichwort „Frühstücken wie ein Kaiser, Mittagessen wie ein König und Abendessen wie ein Bettelmann“ sollte immer groß geschrieben werden!

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