Gewichtige Probleme?

Interview mit Influenso Marketing

 

Hier das Interview mit Influenso Marketing

Influenso: Wie bedeutsam ist das Gewicht für den Gesundheitszustand?

Me: Das Gewicht alleine lässt keine konkrete Aussage über den Gesundheitszustand zu. Viele Faktoren spielen hier eine Rolle. Die Waage liefert uns nur einen Wert. Wesentlich wichtiger ist eine genaue Aufsplittung des Gewichtes in Körperwasser, Muskel- und Fettmasse. Ich tätige keine Aussage über ein Körpergewicht, ohne eine genaue Körperanalyse. Bei mir in der Praxis wird dies bei fast jedem Patienten durchgeführt.
Beispiel: 80 kg Körpergewicht können sich zu einem Großteil aus Muskel- oder eben auch Fettmasse zusammensetzen.

Influenso: Ist ein „bewegter“ Mensch mit leichtem Übergewicht nicht viel gesünder als ein dünner Bewegunsgverweigerer?

Me: Bewegung ist neben einer ausgewogenen Ernährung der Hauptfaktor für ein gesundes Leben. Es beugt nicht nur eine Vielzahl an Krankheiten vor, es stellt häufig auch die beste Behandlung dar. Zudem ist davon auszugehen, dass ein „bewegter“ Mensch eine höhere Muskelmasse besitzt und deshalb mehr auf die Waage bringt.

Influenso: Wissen wir nicht eigentlich ganz genau was uns gut tut und welche Nahrung wir wann und in welcher Menge brauchen?

Me: Ja, eigentlich schon! Unser Körper würde uns eigentlich genau sagen, was er gerade braucht und wie viel wovon (z.B. Hunger-Sättigungs-Mechanismus). Leider wird dies aber immer weniger wahrgenommen. Viele haben die Fähigkeit, auf seinen Körper zu hören, verloren. Essen nebenbei, sich keine Zeit dafür nehmen, Mahlzeiten auslassen… all das führt zu einer Verschleierung der inneren Stimme.
Übrigens haben wir die Fähigkeit auf die innere Stimme zu hören von Geburt an! Babys wissen genau wann genug ist, leider wird diese Fähigkeit durch uns Erwachsene häufig zunichte gemacht. „Du musst das alles aufessen was am Teller liegt!“ oder „Du bekommst erst dann Nachspeise, wenn Du zusammengegessen hast!“ sind nur wenige Beispiele dafür.

Influenso: Wie können wir wieder lernen auf unsere innere Stimme zu hören?
Me: Durch gezielte Übungen kann man aber sein Bewusstsein wieder schärfen.
Ich empfehle immer zu Beginn einfach einmal aufzuschreiben, was man sich den ganzen Tag über in den Mund zuführt (z.B. auch Lutschbonbons). Einfach einmal alles aufschreiben, optimaler weise auch die Atmosphäre und die Umstände unter welchen gegessen wird. Vieles wird einem dadurch bewusst und das ist der erste Schritt für eine Veränderung!
Zudem ist auch an dieser Stelle ausreichend Bewegung oft der Schlüssel zum Erfolg – man spürt sich wieder mehr war.

Influenso: Kinder und Ernährung. Die Kinder und Jugendlichen von heute haben ein offenbar sehr gespaltenes Verhältnis zur Ernährung und Körper. Einerseits gibt es den idealisierten Körper von a – f Promis und anderseits die adipöse Realität des Alltags. Wie können Kinder wieder lernen normal zu essen?
Me: Vorbildfunktion der Eltern! Kinder ahmen ihre Eltern nach! Deshalb, mit gutem Beispiel vorangehen. Sich in seiner Haut wohlfühlen, sich so zu akzeptieren wie man ist und sich nicht ständig mit anderen zu vergleichen! Wenn das die Eltern den Kindern vorleben, nimmt es das Kind automatisch an.
Gemeinsame, regelmäßige Mahlzeiten an einem Tisch! Klingt für viele selbstverständlich, ist es aber nicht! Wie soll ein Kind ein gutes Verhältnis zum Essen erlernen, wenn diesem wichtigen Thema kein hoher Stellenwert zugeordnet wird.
Auch hier mit gutem Beispiel voran gehen. Wenn ich als Mutter oder Vater darauf achte, gesund und ausgewogen zu essen, dann nehmen dies die Kinder automatisch an. Ohne Zwang und Druck. Natürlich durchleben viele Kinder die Phasen der Obst- und Gemüseverweigerung, aber die ergibt sich häufig von selber!
Zusammenfassen lässt sich sagen: das eigene Verhalten hinterfragen und optimieren, dann übernehmen das die Kinder automatisch!

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